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Auf einen Blick vom 02.02.2012 - "Ärzte haben mein Bein auf dem Gewissen"
Für einen Routine-Eingriff ging Maja Strube (28) ins Krankenhaus. Jetzt sitzt die junge Frau im Rollstuhl
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Es begann mit Schmerzen im Knie. „Beim Umsetzen einer korpulenteren Patientin verdrehte ich mir das linke Bein“, sagt Maja Strube aus Bochum. Die examinierte Physiotherapeutin biss damals die Zähne zusammen und ging weiter ihrem Traumjob nach. „Ich war ja in der Probezeit und wollte mich noch beweisen“, erklärt die 28-Jährige. Doch die Schmerzen im Knie wurden schlimmer. In einer Bochumer Klinik ließ sich die junge Frau schließlich untersuchen. Die Diagnose: Vorderkreuzbandriss. Eine Operation war unvermeidbar. |
Westdeutsche Zeitung vom 02.02.2012 - Kunstfehler: Weitere Zahlung an Familie
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Krefeld. Weitere 250 000 Euro hat die Versicherung des Uerdinger St. Josefshospitals an die Familie Abdi in Lank gezahlt – 14 Jahre nach den verhängnisvollen Fehlern bei der Geburt des Jungen Abschir. Damit sind bislang 650 000 Euro an Schadensersatz geflossen. „Die Aufwendungen aus der Vergangenheit sind damit abgegolten“: Das sagen unisono die Mutter des schwerstbehinderten Kindes und der Pressesprecher der Aachen-Münchener Versicherung, Andreas Krosta. Bevor die WZ kurz vor Weihnachten erstmals über den Fall berichtete, sah es noch nach einem „Auf-Zeit-Spiel“ der Versicherung aus. Am Dienstag dieser Woche gab es mit allen Beteiligten Gespräch in der Kanzlei des Marler Patientenanwaltes Stefan Hermann, das von allen Seiten als „konstruktiv“ bezeichnet wird. Am 23. Februar wird eine neutrale Pflegegutachterin den Aufwand prüfen, der tagaus, tagein für Abschir Abdi nötig ist. Krosta: „Danach werden wir uns wieder zusammensetzen“. Mutter Muna Abdi könnte jetzt das Grundstück für ein behindertengerechtes Einfamilienhaus in Strümp kaufen. Allerdings muss noch das Familiengericht in Neuss zustimmen, dass der Sohn als Miteigentümer im Grundbuch eingetragen wird. Die Versicherung von verantwortlichem Arzt und Klinik signalisiert, die Mehrkosten für den behindertengerechten Bau zu übernehmen sowie durch eine Zahlung auf Rentenbasis die lebenslange Pflege des Kindes zu gewährleisten. |
Junge Familie kämpft gegen Pfusch in der Klinik
"Die Krankenschwester verbrannte meine Beine!"
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Der zarte Körper in ihrem Arm und dieses unschuldige Lächeln erfüllten ihr Herz mit unendlicher Dankbarkeit. Für Nadine T. aus Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen) war der 7. Oktober 2011 der schönste Tag in ihrem Leben: Ihr Sohn erblickte das Licht der Welt. Doch plötzlich widerfuhr der 24-Jährigen in der Klinik eine unfassbare Tragödie: „Eine unachtsame Krankenschwester verbrannte meine Beine“, klagt die junge Frau an. „Ich wurde durch diese Verletzung um die ersten Wochen mit meinem Baby betrogen. Lukas nimmt mich nicht als Mutter an.“ |
RuhrNachrichten vom 27.01.2012 - Eingriff ohne Zustimmung
28-Jährige nach Kreuzband-OP an den Rollstuhl gefesselt
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BOCHUM. Maja ist 28 Jahre alt und Physiotherapeutin. Doch die Bochumerin kann ihren Beruf nicht mehr ausüben, sie sitzt im Rollstuhl. Ohne ihre Einwilligung dehnten Ärzte eine Knie-Operation auf ihr gesundes Bein aus. Maja schaut aus dem Fenster. Die Sonne scheint. Gerne würde sie ein wenig nach draußen gehen. Doch die 28-Jährige kann nicht, denn ihre Beine versagen den Dienst. Ihr linkes ist fast komplett taub und bewegungsunfähig. Einen Schritt zu gehen ist unmöglich. Ihr rechtes ist so gereizt, dass sie im Stehen extreme Schmerzen hat. Beides sind die schlimmen Nachwirkungen einer eigentlich harmlosen Kreuzband-Operation |
Auf einen Blick vom 26.01.2012 - Drama im Krankenhaus
"Vor den Augen einer Schwester stürzte mein Franz in den Tod"
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Beate Solf wähnte ihren Mann nach einem Herzinfarkt in sicherer Obhut - doch dann geschah ein unfassbares Unglück… Zu einer Stellungnahme war das Marienhospital in Wesel nicht bereit. Auch auf einen Vergleichsvorschlag des Gerichts reagierten die Verantwortlichen nicht. „Man will mich wohl zu einem jahrelangen Prozess zwingen“, so Beate Solf. „Aber auch das stehe ich durch. Ich bin es meinem Mann schuldig!“ |
Bild-Zeitung vom 23.01.2012 - "In meiner Schulter steckt ein Bohrer"
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Dorsten – Das tut weh! Hier hat der Arzt bei der OP eine abgebrochene Bohrerspitze vergessen...
Das Bergmannsheil bedauert den Vorfall, hat seine Versicherung eingeschaltet Der Schock: Auf dem Röntgenbild war eine abgebrochene Bohrerspitze zu sehen. Gerhard K.: „Es hätte das komplette Gelenk herausgenommen werden müssen, um an den Bohrer zu kommen. Die Ärzte haben aber davon abgeraten, weil ich die OP wegen meines schwachen Herzens nicht überleben würde.“ Nun hat er Patientenanwalt Stefan Hermann (46) eingeschaltet. „Die Versicherung des Krankenhauses scheint auf Zeit zu spielen, was eine Unverschämtheit ist. Zahlt sie nicht bis Ende Januar 50 000 Euro, reichen wir Klage ein!“ Das Bergmannsheil in Bochum bestätigt den Vorfall.
Ein Sprecher: „Wir bedauern, dass es dazu gekommen ist, können nachvollziehen, dass der Vorgang für den Patienten belastend ist. Wir haben unseren Versicherer mit der Regelung des Vorganges beauftragt.“ |
Dorstener Zeitung vom 21.01.2012 - Bohrerspitze bei OP abgebrochen
Dorstener Gerhard Krebs fordert Schmerzensgeld vom Bochumer Bergmannsheil
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DORSTEN/BOCHUM Seit drei Jahren leidet Gerhard Krebs unter starken Schmerzen in seiner operierten Schulter. Bis sich auf einem Röntgenbild die mögliche Ursache herausstellte: Im Schulterblatt-Bereich war eindeutig der Bohr-Einsatz eines OP-Bohrers zu erkennen. Nun fordert der Dorstener Rentner Schmerzensgeld.
Denn seit dieser Zeit ist das Leben des 76-jährigen Witwers erheblich beeinträchtigt. Er musste umziehen, da er auf die Hilfe der Familie seiner Tochter angewiesen ist. Alle paar Tage muss er zum Arzt, da sich auf Grund der OP eine chronische Infektion gebildet hat. Regelmäßig muss eine Fistel versorgt werden - die Wunde kann nicht dauerhaft verschlossen werden, da hierüber ein sich ständig entwickelndes Sekret ablaufen muss.
In einem Gelsenkirchener Krankenhaus wollte sich der Dorstener den Bohrer entfernen lassen, die Ärzte rieten aber ab: Der Eingriff sei zu risikoreich, da er bereits zwei künstliche Gelenke eingesetzt bekommen hatte. Es hätte eine Versteifung der Schulter gedroht. |
Ruhr Nachrichten vom 20.01.2012 - Bohrerspitze bei OP abgebrochen
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DORSTEN/BOCHUM Seit drei Jahren leidet Gerhard Krebs unter starken Schmerzen in seiner operierten Schulter. Bis sich auf einem Röntgenbild die mögliche Ursache herausstellte: Im Schulterblatt-Bereich war eindeutig der Bohr-Einsatz eines OP-Bohrers zu erkennen. Nun fordert der Dorstener Rentner Schmerzensgeld. Denn seit dieser Zeit ist das Leben des 76-jährigen Witwers erheblich beeinträchtigt. Er musste umziehen, da er auf die Hilfe der Familie seiner Tochter angewiesen ist. Alle paar Tage muss er zum Arzt, da sich auf Grund der OP eine chronische Infektion gebildet hat. Regelmäßig muss eine Fistel versorgt werden - die Wunde kann nicht dauerhaft verschlossen werden, da hierüber ein sich ständig entwickelndes Sekret ablaufen muss.
Der Leidensweg des Dorsteners begann im Winter 07/08, als er im Ski-Urlaub auf seine Schulter stürzte. Im Dorstener Krankenhaus bekam er daraufhin ein künstliches Gelenk eingesetzt, hatte aber danach mit anhaltenden Bewegungseinschränkungen zu kämpfen. Weswegen er ein Jahr später das Bochumer Bergmannsheil aufsuchte, wo ihm die Mediziner eine neue Schulterprothese einsetzten. |
Rheinische Post vom 14.01.2012 - Mutter kämpft für ihren Sohn
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Meerbusch (RP). Vor 14 Jahren gab's bei der Geburt von Abschir Abdi aus Lank-Latum einen Kunstfehler. Seitdem ist der Junge schwer behindert. 2009 bekam die Familie vor Gericht ihr Recht, aber die Versicherung zögert. Für Muna Abdi aus Latum geht es um viel Geld, aber mehr noch um eine sichere Zukunft für ihren 14 Jahre alten und schwerbehinderten Sohn Abschir. Der Junge ist seit seiner Geburt im Uerdinger St.-Josefshospital am 20. Juli 1997 auf Hilfe rund um die Uhr angewiesen. Eine Notfall-Operation mit Kaiserschnitt dauerte zu lange, das Gehirn des Säuglings bekam keinen, oder nur unzureichend Sauerstoff. Der Eingriff dauerte 14 Minuten länger als der medizinische Standard es vorschreibt. Das hat auch im August 2009 in zweiter Instanz das Oberlandesgericht in Düsseldorf so gesehen und den Krankenhausträger zur Zahlung von Schmerzensgeld und allen notwendigen Folgekosten verurteilt.
Ende Februar wollen sich die Anwälte der Meerbuscherin mit Wurzeln in Somalia und die Vertreter der Klinik-Versicherung zusammensetzen, um einen außergerichtlichen Vergleich auszuhandeln. Es geht um Millionen. Bislang sei die Versicherung ihren Verpflichtungen noch nicht in vollem Umfang nachgekommen, erklärt Stefan Hermann, Fachanwalt für Medizinrecht. Gestern ein neuer Hoffnungsschimmer: Die Versicherung wolle in der kommenden Woche einen weiteren Abschlag von 300 000 Euro zahlen, sagte er.
Die Hochrechnung des Gesamtschadens belaufe sich daher – ohne die Kosten der Krankenkasse – auf sechs Millionen Euro. Das Krankenhaus habe bislang neben dem Schmerzensgeld nur 200 000 Euro als Abschlag gezahlt und biete an, weitere 1,7 Millionen Euro zu zahlen, berichtet Hermann.
Otmar Köck, Geschäftsführer des St. Josefshospital, erklärte gestern auf RP-Anfrage, "wir sind als Franziskus-Stiftung erst seit wenigen Jahren Träger des Krankenhauses". Er habe keinen Kontakt zur betroffenen Familie und deren juristischen Beistand. Die Auseinandersetzung sei eine Sache zwischen Versicherung und Anwälten. Insofern sei das Krankenhaus für öffentlich gestellte Forderungen nicht der richtige Ansprechpartner. Träger sei damals die katholische Kirchengemeinde Uerdingen gewesen. |












